parvital
Parvital - Häufige Fragen und Antworten

1. Was heißt Parvital?

Parvital setzt sich aus zwei Wortbestandteilen zusammen:

Par für Paracelsus, dem Namensgeber der Klinikgruppe

Vital = vitalis für lebenskräftig, munter

Parvital basiert auf den aktuellen und anerkannten ernährungswissenschaftlichen Grundlagen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (Referenzwerte der DGE). Darauf aufbauend wurden 10 Parvital-Regeln für die praktische Umsetzung einer gesunden und ausgewogenen Ernährung zusammengestellt.

Die Referenzwerte und die Parvital-Regeln sind verbindliche Leitlinien für die Küchen beim Zusammenstellen ihrer Speisenpläne. Gesunde Ernährung wird in allen Paracelsus-Kliniken im Rahmen der Gemeinschaftsverpflegung konsequent umgesetzt. Saisonale und regionale Besonderheiten finden selbstverständlich Berücksichtigung. Die Patienten der Paracelsus-Kliniken erleben bei ihrem Aufenthalt, wie gut gesundes Essen und Trinken schmecken kann.

Mit den Parvital-Medien, dem Magazin, den Karten und dem Internet-Auftritt, kann der Patient gesunde und ausgewogene Ernährung auch über den Klinik-Aufenthalt hinaus selbständig zu Hause umsetzen. Alle Hinweise sind so formuliert, dass gesundes Essen und Trinken nicht theoretisch und abstrakt bleibt, sondern durch kurzfristige Ziele (Tagesziele) Schritt für Schritt eine dauerhafte Ernährungsum-stellung erzielt werden kann.

Die Paracelsus-Kliniken präsentieren sich als kompetenter Ansprechpartner für gesunde Ernährung.

 

2. Ist Parvital "Körnerkost"/Vollwertkost?

Nein, Parvital ist keine „Körner- oder Vollwertkost“. Parvital stellt Lebensmittel so zusammen, dass sie eine leckere und ausgewogene Ernährung ergeben, die ernährungsbedingten Erkrankungen vorbeugt oder auch therapeutisch bei ernährungsbedingten Krankheiten (Diabetes, Hypercholesterinämie, Hypertriglyceridämie, Hyperurikämie) eingesetzt werden kann.

Es wird darauf geachtet, dass bevorzugt Vollkornprodukte Verwendung finden, um die Empfehlungen zum Ballaststoffgehalt zu erfüllen.

Das wird aber nicht nur über Körner und Müsli erreicht, sondern über eine ausgewogene Zusammenstellung von Obst, Gemüse und Getreideprodukten.

 

3. Welche Kostformen können mit Parvital abgedeckt werden?

Der Grundsatz lautet: Jedem Patienten der Paracelsus-Kliniken werden Parvital-Menüs angeboten, sofern keine medizinischen Gründe dagegen sprechen. Mit Parvital können folgende Kostformen abgedeckt werden:

Vollkost, Leichte Vollkost, cholesterin- und triglyceridarme Kost, Diabetes-Kost, Reduktionskost, purinarme Kost.

 

4. Welche Sonderkostformen können durch Parvital nicht abgedeckt werden?

Alle speziellen Kostformen, z.B. glutenfreie Ernährung, lactosefreie bzw. lactosearme Kost, Ernährung bei Nieren- und Lebererkrankungen (kalium-, natrium- phosphatarm), Ernährung bei Allergien können nicht abgedeckt werden.

 

5. Ist Parvital auch für Diabetiker geeignet?

Ja, Parvital ist auch für Patienten mit Diabetes geeignet.

Dies ist insofern von Vorteil, als die Häufigkeit von Diabetes rapide ansteigt und damit auch die Diabetiker-Anteil unter den Patienten. Im Zusammenhang mit Parvital ist dabei folgendes von Bedeutung: Während es sich beim Diabetes Typ 1 um eine Autoimmunerkrankung mit Normalgewicht handelt, liegt die Ursache des viel häufiger vorkommenden Typs 2 bei Übergewicht und somit bei falscher Ernährung. Es wird nur noch unzureichend Insulin produziert und das produzierte Insulin ist in seiner Wirkung noch verringert. Insulin ist ein Hormon, das Zucker aus dem Blut in die Zellen schleust. Somit senkt Insulin den Blutzuckerspiegel. Fehlt dieses Hormon, verbleibt der Zucker in der Blutbahn. Der Blutzuckerspiegel steigt an, der Zucker lagert sich in den Gefäßen ab und „verstopft“ diese.

Aus diesem Grund ist das therapeutische Ziel eine Ernährungsumstellung mit erhöhter körperlicher Aktivität und einer daraus resultierenden Gewichtsabnahme. Eine Gewichtsreduktion führt beim Typ 2 zu einer Verbesserung oder Normalisierung des Blutzuckerwerts. Der Typ 1 kann ausschließlich über eine Insulintherapie behandelt werde. Jedoch ist auch hier eine gesunde Ernährung nicht außer acht zu lassen.

Eine Diabetes-Diät im ursprünglichen Sinne gibt es nicht mehr. Auch eine „Angst“ vor Kohlenhydraten ist heute nicht mehr nötig. Kohlenhydrate sind zwar die einzigen Nährstoffe, die den Blutzuckerspiegel beeinflussen. Jedoch sollten sie nicht aus dem Speisenplan eines Diabetikers verschwinden. Es kommt auf die richtigen Kohlenhydrate an – die so genannten komplexen Kohlenhydrate, die in Vollkornprodukten stecken. Diese lassen den Blutzuckerspiegel nur langsam und kontinuierlich ansteigen. Außerdem sind sie zusätzlich reich an Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen. Zucker ist auch ein Kohlenhydrat. Jedoch spricht man hierbei von einem einfachen Kohlenhydrat. Er lässt den Blutzuckerspiegel sehr schnell ansteigen.

Somit ist Parvital auch für Patienten mit Diabetes geeignet. Parvital basiert auf den Erkenntnissen der DGE. Bei Parvital werden ausreichend Vollkornprodukte, Gemüse und Obst zu sich und lernen Ihre Ernährung dauerhaft umzustellen.

Für Diabetiker wurden die Parvital-Speisenpläne so zusammengestellt, dass Zucker und zuckerhaltige Lebensmittel durch Süßstoff bzw. süßstoffhaltige Produkte ersetzt werden, welche keinen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel haben. Diese Speisenpläne sind als Parvital gekennzeichnet, während für Nicht-Diabetiker die Linie Parvital Z entwickelt worden ist.

 

6. Ist Parvital eine Diät oder dient Parvital vielleicht nur zur Gewichtsreduzierung?

Nein, Parvital ist ausschließlich ein Konzept zur gesunden Ernährung. Allerdings kann parvitale Ernährung bei übergewichtigen Personen, bedingt durch die Ernährungsumstellung, den positiven Effekt einer Gewichtsreduktion haben. In erster Linie soll das Risiko ernährungsbedingter Erkrankungen reduziert werden.

 

Zuletzt geändert am: 17.06.09
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